...Chance genutzt und einfach los, Richtung Süden
2. Tag Lago Maggiore u.Valle Maggia
Moin
uuuuaaah, erstmal strecken...
hab sehr gut geschlafen, aber die Freude auf den beginnenden Tag trieb mich sehr früh aus den Federn...
So eindrucksvoll, wie der Anreisetag endete, startete auch der erste Tag am Lago Maggiore.
Nach dem Aufstehen ging es zunächst ne Runde ins Wasser...
Frei dem Motto :
Ein Sprung ins Wasser ,ein wenig Schwimmen und der Tag kann beginnen.
Entsprechend fit machte ich mich, beim anschließenden Frühstück, an die weitere Tagesplanung u. beschloss zunächst ins nahegelegene "Valle Maggia" zu fahren.
...die zuvor bei Nacht fotografierte Stelle, mit Blick Richtung Locarno - Schweiz
Es ist schon toll, wenn man an so einem Ort wachwerden und den Tag beginnen darf ^_^
Nachdem das Kartenmaterial u. die wichtigsten Dinge im Tankrucksack verstaut waren ging es gegen ca.8:30 Uhr los...
Der Weg ins Valle Maggia führte zunächst entlang kleinerer Ortschaften ,vorbei an Locarno...
und weiter über Ponte Brolla, direkt zum Einstieg des Valle Maggia...
Ponte Brolla, Schweiz
Der Name leitet sich ab, von einer 33m hohen einbogigen Brücke aus der Römerzeit.
Ständig ertappte ich mich dabei, wie sehr mich die Umgebung in deren Bann zog.
Keine zwei Biegung kam ich auf einmal weiter, denn ständig gab es Aussichten welche unverzüglich in Gedanken und Bild festgehalten und Dinge welche erkundet werden wollten...
Nachdem ich erkannte, was mich Alles tatsächlich umgab...
vergaß ich meinen zuvor gefassten Tagesplan und ließ mich fortan treiben, wohin mich meine Nase führte...
Was nutzt es denn, wenn man sich schöne Etappenziele aussucht und sich auf dem Weg dorthin zig Orte, Plätze und Besonderheiten entgehen lässt, nur weil man planerfüllend sein will...
Es sollte ja keine Hatz werden, sondern einfach ein unvergesslich schönes Abenteuer
Der historische Dorfkern von Avegno dokumentiert ,wie vor langer Zeit das Dorfleben ausgesehen hat.
Ergänzend gibt es dazu eine kleine Ausstellung zu bäuerlichen Gebrauchsgegenständen, welche durchaus interessant ist.
Im Dorf wurde ich sehr freundlich begrüßt und empfangen.
Es wird allerdings bevorzugt italienisch und nur teilweise französisch gesprochen...
Selbst wenn man diese Sprachen nicht so perfekt oder gar nicht beherrschen sollte, wird zumindest mit verständlichen Gesten und einfachen Worten kommuniziert, so dass man immer das gute Gefühl besitzt äußerst willkommen zu sein.
Bei frisch u.vor allem selbst gepflückten Weintrauben saß ich mit einer älteren Dame am Dorfbrunnen ,wir tranken frisches Bergquellwasser vom Wasserspeier und sie fragte in italienisch (welches ich leider nie gelernt habe) nach meiner Reiseroute und woher ich komme...
Ich konnte dieses nur ableiten, weil ich ein wenig französisch kann und es mir durch simple Definitionen besonders einfach gemacht wurde...
So wurde diese Situation zu einer besonderen und auf jeden Fall erwähnenswerten Begegnung ^_^
Avengno - Schweiz
Hier werden Arbeitsgeräte aus früheren Zeiten ausgestellt, mit denen die Bauern gearbeitet haben...Eintritt ist frei
...überall laden leckere Trauben dazu ein, vernascht zu werden.
Wenn man freundlich fragt, wird man reichlich mit ihnen beschenkt und zu einem netten Pläuschchen eingeladen...
Obwohl ich Lust gehabt hätte noch ein wenig in Avegno zu verweilen beschloss ich die Route entlang der Via Cantonale fortzusetzen...
denn wenn es hier schon so unglaublich viel zu entdecken gab - spukte es in meinem Kopf - was muss dann in den folgenden Dörfern und auf der weiteren Route auf mich warten?
Und da war sie wieder...
die mich treibende Kraft, welche mich losriss um noch mehr entdecken zu können
Als nächstes trug mich mein orangenes Ross nach Gordévio - Schweiz...
Hier entdeckte ich auch das erste Mal auf dieser Reise die typischen Mauerechsen, welche ich als Kind schon faszinierend fand.
Damals hab ich immer versucht sie zu dressieren und freute mich über jeden noch so kleinen Erfolg...hahaha
Gordévio - Schweiz
Mauerechse
http://reptilien-schweiz.jimdo.com/heimische-reptilien-1/echsen/mauereidechse/
Weil Gordévio - Schweiz sehr überschaubar ist, gab es nach Besichtigung des Kirchplatz keinen Ansporn um länger dort zu bleiben...
Die in der Kartentasche liegende Tourismus- Broschüre zeigte als nächst möglichen Anlaufpunkt Lodano - Schweiz an...
Ich setzte mich daraufhin auf´s Motorrad, startete den Motor und folgte der Empfehlung...
In Lodano - Schweiz habe ich mich sehr wohl gefühlt, da es einen tiefen Einblick in die traditionelle, regionale Architektur zulässt und geradezu zu einem ausgelassenen Spaziergang animiert.
Abkühlung schaffen immer wieder Wasserspeier, welche von kühlem und äußerst leckerem Bergquellwasser eingespeist werden...
Aurigeno - Schweiz
Besonders erwähnenswert sind auch die sehr kunstvoll gestalteten Eingansportale der Dorfkirchen...
Nach den Besichtigungen einiger Dörfer folgten atemberaubende Wasserfälle und Bachläufe, welche in der Schmelzzeit wohl zu irrsinnig breiten und reissenden Flüssen anschwellen.
Anders sind die riesigen "Kiesel" und tiefen Auswaschungen in Felsen nicht zu erklären...
Gegen Spätnachmittag machte ich mich wieder auf den Weg Richtung Campingplatz...
Das anschließende Sonnenbaden und Schwimmen im Lago Maggiore taten sehr gut, weil ich dabei noch einmal die Erlebnisse des Tages Revue passieren lassen und ziemlich gut entspannen konnte...
Weil mir der Tag offensichtlich noch nicht genug Abenteuer bot, zog ich gegen Abend los um Ascona - Schweiz unter die Lupe zu nehmen...
Ein Stadtspaziergang durch die einsamen Gassen des Stadtviertel endete an der sehr belebten Promenade.
Dort wurde flaniert, in Restaurants gesessen, in Bars gesessen und dazu gab es eine Fülle an Unterhaltungsprogramm...
Kinder wurden animiert, Strassenkünstler zeigten ihre Werke und Kunststücke und dazu gab es unterschiedliche, musikalische Untermalung für jeden Geschmack...
genauso unglaublich, dass der erste Tag am Lago Maggiore so fix vorüber ging, ist die Tatsache... unglaublich viele Eindrücke gesammelt zu haben
Aufbruch: | 17.08.2012 |
Dauer: | 4 Tage |
Heimkehr: | 20.08.2012 |
Italien