Australien, Neuseeland und Fiji
Der tropische Norden - Teil 2
G'Day Mates!
(australisch fuer "Hallo ihr Lieben")
...nach Darwin gings weiter in den Kakadu National Park, von dem wir uns einiges erhofft hatten. Immerhin ist er im Weltkulturerbe aufgenommen worden und ueberhaupt wird gesagt, er soll der schoenste Nationalpark von Australien sein. Am ersten Tag schauten wir uns den Sonnenuntergang am Ubirr an, einem weiteren heiligen Stein von den Aboriginies. Von dort oben hatte man eine schoene Aussicht auf die Floodplains (Wasserlandschaften) und konnte sogar bis hinueber ins Arnehm-Land schauen. Das Arnehm Land ist ein Teil des Bundesstaats Northern Teritory, der aber vollkommen den Aboriginies gehoert, und hier noch sehr traditionell gelebt wird. So kann es sein, dass die Menschen dort tagsueber auf Jagd gehen, um Kaengaruhs zu erlegen, und am Abend die 6 Uhr-Nachrichten im Fernsehen anschauen. Ziemlich verrueckt. Wir wollten eigentlich auch das Arnehm Land besuchen, aber dafuer braucht man eine spezielle Genehmigung und muss sie rechtzeitig vorher mit Grund des Besuchs beantragen. Ausserdem waren es nochmal fast 2000 km, die wir zusaetzlich haetten fahren muessen, und so entschieden wir uns dann doch dagegen.
Am zweiten Tag schauten wir uns im Kakadu NP die Jim Jim Falls an, Wasserfaelle, die nur mit einem 4-Rad Antrieb angeschaut werden konnte, da die letzten 10km nur aus Sand und wasserloechern bestanden. Wir hatten Glueck und von den Jim Jim Falls kam noch ein bisschen Wasser runter. Waehrend der Trockenzeit, die ja schon begonnen hatte, fliesst hier sonst kein Wasser mehr. Sie waren echt spektakulaer, da sie so hoch waren und man bis vor zum Wasserloch gehen konnte. Dort machten wir Begegnung mit einer black-headed Phyton, einer Wuergeschlange, die aber fuer Menschen eigentlich ungefaerhrlich ist, man muss nur den Kopf richtig halten. Weiter beim Yellow River sahen wir dann unser erstes Krokodil, von denen es hier im Kakadu richtig viele geben sollte. Naja, Andy hatte ja schon vorher im Litchfield NP eins beim Schnorcheln unter Wasser entdeckt. Am 3.und letzten Tag fuhren wir noch zu den Gunlom Wasserfaellen, die nach einem steilen Aufstieg wunderschoene Badepools oben fuer uns bereit hielten.
Na im Grossen und Ganzen kann man sagen, wir hatten uns vom Kakadu National Park schon mehr vorgestellt. Aber wahrscheinlich hatten wir einfach schon zuviele National Parks vorher gesehen.
Wir entschieden uns ueber Katherine den Savannah-Way nach Cairns zu nehmen, da man hier mit einem 4WD-Auto mehrere hundert Kilometer sparen kann. Der Savannah-Way ist eine Outback-Strasse hier in Australien, die von Broome, im Westen, bis nach Cairns, im Osten, fuehrt. Grosse Teile davon sind nur mit Jeeps befahrbar, da man oft Fluesse ueberqueren muss und die Strassen auch zum groessten Teil nicht geteert sind. Weitere 2000 km lagen vor uns...
Der Savannah Way war noch einmal pure Outback Erfahrung...
Rauhe Strassen, kaum Autos und rare Campingplaetze, Tankstellen und Einkaufsmoeglichkeiten, die zudem 3x teurer waren und mehrere 100 km auseinander lagen. Andy fand hier am Savannah Way sein Paradies, da es hier sehr gut zum Fischen geeignet ist. Hier trifft das Salzwasser des Meeres in die Frischwassermuendungen der Inland-Fluesse und ist das Barramundi-Paradies in Australien schlechthin. So musste ich also fast jeden Tag mit zum Fischen gehen, was mir ehrlichgesagt ein bisschen langweilig wurde. Dafuer gab es fast jeden Abend leckeren Fisch zum Essen!
Fazit: Der Savannah-Way ist fuer Fischerfans genau das richtige! Ansonsten kann man auch den Highway nehmen, da 2000 km Busch ganz schoen langweilig werden koennen, und 110km pro Stunde sind hier auch nicht drin...
Nach 2000 km Busch, Staub, kaum Duschen und ueberall den Dreck und Fischgeruch im Auto und auf der Kleidung muss ich sagen, reichte es uns dann auch erstmal mit dem australischen Outback und wir freuten uns zurueck auf Zivilisation an der Ostkueste...
Wir sind aber nichts desto trotz um diese ganze Outback-Erfahrung der letzten Wochen wirklich sehr dankbar, da es den groessten Teil von Australien wiederspiegelt und man hier noch das wilde Abenteuer und die ewige Freiheit erleben kann, die vor 200 Jahren viele viele Menschen hierher gelockt hat! Wir moechten es nicht missen...
In Cairns angekommen fuellten wir erstmal wieder unsere ganzen Vorraete auf...Tanken, Einkaufen usw.
Cairns ist ganz anders wie wir uns vorgestellt hatten. Hier trifft wirklich der Regenwald auf den Ozean.
Wir fuhren gleich weiter hoch in den Norden, Cape Tribulation war unser naechste Ziel. Hier entdeckten wir wunderschoene weisse Sandstraende und Palmen und wir fuehlten uns wiedermal wie im Urlaub...
In Palm Cove machten wir noch einen kurzen Uebernacht-Stop und feierten bei Sunday-Roast und Wein unser 5-Jaehriges
Am Cape Tribulation wollten wir eigentlich die Schnorchel-Tour zum Great Barrier Reef machen, da hier nicht soviele Touristen waren und die Boote kleinere Gruppen anboten. Leider spielte das Wetter nicht so mit, und wie im Regenwald ueblich regnete es und es kam dazu noch heftiger Wind auf, da macht es natuerlich am Reef draussen nicht soviel Spass. Und ohne die Sonne sieht alles immer nur halb so schoen aus!
Also fuhren wir erstmal weiter hoch nach Cooktown.
Hier wurde 1770 Australien von Captain James Cook entdeckt, nachdem er mit seinem Schiff "Endevour" hier anlegte.
Cooktown ist eigentlich der Beginn der York Peninsula, in der man bis ganz hoch in den Norden zum Cape York fahren kann. Leider ist dies fuer uns nicht mehr moeglich, da uns die Zeit so langsam davon rennt und wir ja noch bis Ende Juni runter nach Brisbane kommen muessen, um unser Auto rechtzeitig zu verkaufen.
Andy und ich waren auch schon etwas reisemuede geworden und so entschieden wir uns ein paar Tage in Cooktown zu bleiben. Es tut mal wieder gut, nicht jeden Tag an einem anderen Campingplatz aufzuwachen...
In Cooktown stand auch am Wochenende das Discovery Festival bevor und so konnten wir sogar in einer Pizzaria ein paar Stunden arbeiten und a bissl Geld verdienen.
In Cooktown informierten wir uns dann nochmals wegen den Touren zum Great Barrier Reef und fuhren schliesslich gestern nach Port Douglas zurueck, um eine Ganztagestour auf einem Boot mit max. 30 Leuten zu machen.
Es war wirklich traumhaft!!! Diese bunt leuchtende Unterwasserwelt muss jeder einmal gesehen haben. Wir hatten sehr viel Spass und eine super Verpflegung und haben den Tag und die mehr als 3 Stunden beim Schnorcheln vollends genossen und unzaehlig viele Fische und Korallen gesehen.
Das ist wirklich eine Welt fuer sich da unten...
Schade dass manche Touren auch mit 150 Personen rausfahren und durch diese Masse an Touristen und ihre Unachtsamkeit beim Schnorcheln dieses wunderschoene Weltkulturerbe kaputt machen.
Deswegen: Lieber Anbieter aufsuchen, die kleinere Personenkapazitaeten anbieten und noch ein paar Dollar drauflegen, um ans aeussere Great Barrief Reef zu kommen.
Es lohnt sich...
So, und nun sind wir zurueck in Cairns...
Hier wollen wir nun noch nach dem Reisebericht unser Auto zum Verkauf ins Internet stellen und uns auf die Reise runter nach Brisbane zu machen, wo wir am Ende noch Arbeiten wollen. Hoffentlich klappt alles!
Hier in Australien ist nun schon Winter...
Im tropischen Norden kriegt man aber gottseidank nix davon mit, da es hier immer noch tropisch sonnige Temperaturen bis 28 Grad sind. In Brisbane wird es dann auf 20 Grad "herunterkuehlen"...wollen eigentlich hier bleiben
Alles Liebe an Zuhause
Daisy & Andy
"Eingangsschild" im Kakadu National Park
Hier werden mehr Krokodile vom Auto ueberfahren als Kaengaruhs.
Einige Zeichnungen (mit Ocherfarbe) sollen sogar bis 5000 Jahre alt sein.
Hier wurden sich frueher gegenseitig Geschichten erzaehlt und dazu gemalt.
Hier brauchten wir auch dringend das Moskitonetz zum Schlafen...die Moskitos haben dich bei lebendigem Leib gefressen!
Eine echte und wildlebende "Black-headed Phyton", die dort im Wasser von einem einheimischen Ranger im Wasser gefunden wurde.
Keine Angst...war "nur" eine Wuergeschlange
Unsere neue Freundin "Miezzie", die wir auf dem Campingplatz in Katherine kennengelernt hatten.
Sie durfte sogar mit bei uns im Bett schlafen...
- Auf einem Rastplatz am Savannah-Way -
Hier wurde nach unserem Abendessen alles rundherum von den Rangern abgebrannt, und wir standen quasi mitten im Feuer. Verrueckt!
In der Trockenzeit fangen sie hier an, alles abzubrennen, damit der Boden wieder fruchtbar wird, alte Aboriginie-Tradition.
Daisy im Maul des groessten Krokodils, was bisher auf Erden gefangen und erlegt wurde...
Hier in Normanton ein Nachbau des 8.6 m langen Ungetuems im Originalmassstab.
- Der Kookaburra -
Einer der bekanntesten Voegel hier in Australien.
Die Laute von ihnen sollen sich wie Lachen anhoeren, wir finden es klingt eher wie ein Affe
- Millaa Millaa Falls -
Jetzt haben wir aber wirklich genug Wasserfallfotos!
Hier bei den Atherton Tablelands waren wir schon richtig im Regenwald. Das Gruen hat uns richtig in den Augen gestochen, nachdem man wochenlang nur trockenen Busch gewoehnt war!
Dieser Vogel hier ist gespenstisch
Er ist nachtaktiv und heult wie ein Geist.
Huuuuuuhhhhhhh.. Huhhhhhhuuuuuu
- Port Douglas -
Im Hintergrund erheben sich die Great Dividing Ranges, die fuer den Regen in dieser Region sorgen. Man findet hier wirlich eine ueppige Tier-und Pflanzenwelt vor!
- Cape Tribulation -
Ueber den Daintree River kommt man mit der Faehre auf die andere Seite, der Beginn des Cape Tribulation.
Hier kommt man sich vor, wie in der Filmkulisse von Jurassic Park!
An einem der vielen Straende entdeckten wir Tausende von diesen kleinen Krebsen hier, die in ganzen Kolonien ueber den Sand zogen.
- Black Mountain -
bei Cooktown...eine mysterioeser schwarzer Berg, der aus lauter erodiertem Lavagestein besteht.
- Das Monument von Kapitaen James Cook -
Cooktown...hier hat er 1770 angelegt und so den Norden von Australien entdeckt.
Aussicht auf die andere Seite, auf den Endeavour-River.
Wurde nach dem Schiff von James Cook benannt.
...mit Strassenumzug und Nachspiel der Ankunft von James Cook und das Treffen auf die Aboriginies, erlebten wir hier ein ereignisreiches Wochenende.
In Cooktown trafen wir auf einen Mann, der ein kleines Wallaby Baby aufzieht, da die Mama ueberfahren wurde, und er es aus dem Beutel rettete.
Nicht mal 7 Monate alt...ich durfte es sogar mit der Flasche fuettern!
Wiiiiieee suess.....!!!! Haette es am liebsten mit nach Deutschland genommen.
Pizzaria "Gigi"
Hier arbeiteten wir ueber die Tage ein paar Stunden und bekamen dazu jeden Abend leckere Pizza und Pasta!! Mmmhhh...
Man war das lecker und eine willkommene Abwechslung zu unserem doch eher eintoenigen Backpacker-Essen.
Das Boot von 'Wavelength'
Damit ging es 1 Stunde 40 Minuten von Port Douglas aus raus ans auessere Great Barrier Reef
Ein riiiiiesen Fisch wartete am 3. Schnorchelspot auf uns...er war zutraulich und liess sich sogar von uns fuettern und beruehren. Fuehlte sich ganz glitschig an. War ein total faszinierendes Erlebnis!
Aufbruch: | 09.12.2008 |
Dauer: | 9 Monate |
Heimkehr: | 04.09.2009 |
Neuseeland
Fidschi