Across Country Deutschland
Tag 6 - von Leipzig ü. Zwickau nach Schöneck
Morgens wachte ich etwas Straßenbahn-lärmgeschädigt auf. Die Nacht davor muss ich wohl sehr fest geschlafen haben, denn an Straßenbahnlärm konnte ich mich am Vortag gar nicht erinnern. Ansonsten war das Hostel jedoch ok, wenn man keinen Luxus erwartet und wie ich Leute treffen möchte.
Jetzt hatte ich den Plan, von Leipzig weiter Richtung Regensburg zu fahren. Regensburg sollte schön sein und die Donau ist radfahrmäßig sicher auch eine gute Anbindung und meinem Südkurs würde es auch entsprechen.
Das Problem war nur: Es gibt von Leipzig nach Regensburg keine durchgehenden Radwegverbindungen und auf Bahn fahren hatte ich noch keine Lust. So habe ich mir dann mal den Autoatlas geschnappt und ein wenig im Internet recherchiert. Von Leipzig bis Zwickau könnte ich z.T. an der Pleiße entlangfahren, von Weiden nach Regensburg könnte ich den Naabtalradweg fahren und den Rest muss ich mal sehen.
So fuhr ich dann erst einmal an der Pleiße entlang Richtung Zwickau. Zwischendurch gab es immer mal wieder überhaupt keine Ausschilderung und ich musste mich meinem Straßenatlas anvertrauen. So bin ich dann teilweise auf kleineren Straßen gefahren, was meistens relativ gut ging.
Am frühem Nachmittag habe ich Zwickau erreicht, dort eine große Pizza gegessen und festgestellt, dass Zwickau eigentlich nicht viele Sehenswürdigkeiten zu bieten ist. Da es in dieser Gegend keine Zeltplätze gibt, habe ich mal nach Jugendherbergen geschaut und in der Jugendherberge in Schöneck angerufen und reserviert, was ziemlich gut auf Kurs im Vogtland liegt und noch etwa 45km zu fahren sein sollte.
Und dann fing es an, auf einer dicht befahrenen Straße bergauf zu gehen und ich konnte ein Wettrennen bergauf gegen den Autostau unternehmen. Dann wurde es erst einmal verkehrsmäßig besser bzw. es gab auch mal einen Radweg. Die letzten 20km von Auerbach ging es dann so richtig extrem bergauf. In Schöneck kam ich völlig fertig an, spießig bin ich mit Navi die letzten 500m zur Jugendherberge gefahren, um mich bloß nicht noch zu verfahren.
So war ich nach 139km der einzige Einzelgast neben 2 Schulklassen in dieser Jugendherberge, wo sich sicher noch nicht so oft jemand mit einem Fahrrad hin verirrt hat.
Aufbruch: | 30.05.2009 |
Dauer: | 3 Wochen |
Heimkehr: | 21.06.2009 |