Flitterwochen Thailand / Malaysia
Massage mit dem Undertaker
Wir sind jetzt den 3. Tag auf Koh Ngai, und außer meinem Arsch geht es hier allen prima. Am ersten Tag war ich mir relativ sicher, dass die Arznei hilft, da ich den ganzen Tag relative Ruhe hatte. Leider hat sich meine Hoffung dann heute morgen zerschlagen, nachdem ich in den ersten 3 Stunden in denen ich wach war, bereits 5 mal die Schüssel beglückte. Manche Dinge ändern sich eben nie bei mir im Urlaub.
Trotzdem wollten wir uns gestern ein wenig Entspannung gönnen von all dem Stress hier. Ira besteht hier im Urlaub auf 2 Dinge: Regelmäßiges Essen fassen und ab und zu (aber lieber 3 mal zu viel als einmal zu wenig) auf eine Massage. Da hier wie wohl auf jeder Insel zig Massagestudios und Restaurants zu finden sind, nicht all zu schwer. Wir aßen daher mittags beim Koh Ngai Villas Resort - wobei Villas hier der absolute Hohn ist: Die Hütten sind in einem erbärmlichen Zustand und machen nicht gerade Lust auf einen längeren Aufenthalt. Das Essen war allerdings völlig in Ordnung und um Ira vollends glücklich zu machen gingen wir noch in unseren resorteigenen Spa-Bereich zur Massage. Nachdem meine Frau mich dann überredet hatte die Massage zusammen mit ihr zu genießen, legten wir uns beide auf die dortigen Matten und freuten uns (mehr oder weniger) auf die kommende Thai-Massage. Meine Maseuse war ca. 1,60 m groß, zierlich und sah aus als könnte Sie keiner Fliege etwas zu leide tun. Ich mußte mich erst auf den Bauch legen und sie begann mit der Massage meiner Beine. Das war der erste Moment in dem mir klar wurde, dass ich es mit dem Undertaker und nicht mit einer kleinen zierlichen Thailänderin zu tun hatte. Sie grub Ihre Finger in meine Waden, dass ich mich zusammenreisen mußte nicht wie eine 16 jährige Teenagerin zu schreien. Alter, hatte die eine Kraft! Weiter ging es mit meinem Rücken, der leider noch immer von einem dezenten Sonnenbrand im Schulterbereich gekennzeichnet war. Das hielt sie allerdings nicht davon ab, diesen mit irgendeinem Tigerbalsam einzureiben und wiederum kräftigst durchzukneten. Mein Buckel wurde so heiß, das ich das Bedürfnis hatte mir eine Gefriertruhe auf den Rücken zu legen.
Ira lag derweil sehr entspannt neben mir und genoss sichtlich Ihre Massage.
Als ich mich dann auf den Rücken legen durfte wurden nochmalig meine Beine in Bearbeitung genommen, insbesondere die Oberschenkel. Dabei drückte sie mir das ein oder andere Mal ordentlich auf meine Kronjuwelen, was in diesem Fall nicht wirklich entspannend war. Sowiso mußte ich Verrenkungen machen, die ich nicht mal im zarten Alter von 15 Jahren hätte ausführen können, und jetzt erst recht nicht mehr. Ich bin steif wie ein Bock. Dies hielt Madame Undertaker aber nicht davon ab, sich auf mich zu schmeißen und Arme und Beine ordentlich zu verdrehen. Für Leute die auf die etwas härtere Tour stehen bestimmt super, ich bin einfach zu viel Pussy dafür.
Heute ist der erste etwas schlechtere Tag unseres bisherigen Urlaubs, und ja, wir hatten tatsächlich Regen. Jetzt weiß ich auch wenigstens wieder wie Wolken aussehen.
Wir wollten heute einen Strand auf der anderen Seite der Insel besuchen, zu dem ein Weg durch den Dschungel führt. Allerdings ist dies bei 32 Grad und 60% Luftfeuchtigkeit kein Zuckerschlecken. Ira und Ich hatten die Höhe des Berges etwas unterschätzt und so ging es erst sehr steil nach oben und im Anschluss noch steiler nach unten. Auf der Kuppe des Berges teilte sich der Weg, so dass wir uns für Rechts oder Links entscheiden mußten. Wir gingen links und waren ganz begeistert als wir endlich eine Hütte sahen und uns am Ziel wähnten. Leider folgte auf diese Hütten noch sehr viele weitere Hütten, und da der Strand unbewohnt sein sollte, schwante uns bereits, dass hier irgendwas nicht stimmte.
Wir waren ganz offensichtlich falsch abgebogen, so dass wir nicht auf der anderen Seite der Insel, sondern an unserem eigenen Strand wieder rauskamen, nur auf der anderen Seite des Fähranlegers, der den Strand vom eigentlichen Hauptstrand trennt (sowie mehrere Felsen). Künstlerpech!
Unser Hütte: Leider haben wir noch eine der wenigen alten Hütten der Anlage erwischt, die nicht wie die anderen über ein Außenbad verfügt. Ansonsten aber durchaus brauchbar und zweckmäßig
Aufbruch: | 01.03.2014 |
Dauer: | 3 Wochen |
Heimkehr: | 22.03.2014 |
Thailand