Sahara - Grenzfahrten zwischen den Welten
Aufenthalt in der Oase Bilma
Bilma besitzt einen Garten Eden! Palmgärten, durch die Bächlein plätschern, mit saftig grünem Gras. Dort weiden Ziegen, Schafe und Esel. In einem Felspool erfrischen sich Schwimmer. Doch nicht weit davon entfernt, fühlt man sich der Hölle näher als dem Himmel. In Salinen wird in Schwerstarbeit die begehrte, hochwertige Salzerde gewonnen, die zu Kuchen oder Hüten geformt mit Karawanen unter anderem auf die Märkte in Agadez und Kano gebracht wird. Vor Bilma lagern die Karawanen, die Hirse und Zucker hierher brachten und mit Salz beladen wieder abziehen. Dieses wichtige Lebensmittel wird wiederum auf den Märkten im Süden gegen Hirse, Tee und Stoffe getauscht. Wir spazieren zwischen den verschiedenen Karawanen hin und her. Die Kamele sitzen am Boden. Die Tuaregfamilien geben sich einem geschäftigen Treiben hin. Es wird auf- und abgepackt. Hier treffen wir zwei Schweizer Mädels, die mit dem Fahrrad bis Agadez unterwegs waren, mit dem Lkw nach Bilma kamen und nun auf der Suche nach einer Karawane sind, die sie mit zurück nimmt nach Agadez. Bewundernswert! Der Marsch Bilma - Agadez dauert mit einer Karawane drei Wochen. Die Kamele sind täglich 14 Stunden unterwegs und schwer bepackt, nicht nur mit Salz, sondern auch mit Wasser und Nahrung für die Wüstendurchquerung. Die Tiere sind hintereinander angebunden. Da darf es kein Anhalten geben, um die Marschformation nicht durcheinander zu bringen. Bleibt ein Begleiter zurück, muss er sehen, wie er die Karawane wieder einholt. Der Beruf eines Karawanenführers ist unter den Tuareg begehrt und geachtet. Der Salzabbau und der Transport des Salzes finden nur in den Monaten November bis Februar statt. Dann wird es zu heiß.
Arbeit in den Salinen von Bilma
Karawanenlagerplatz vor Bilma
Aufbruch: | 05.11.2001 |
Dauer: | 3 Monate |
Heimkehr: | 10.02.2002 |
Niger
Mali