Nathalie & Harry's Welt-Reiseabenteuer
Es geht los!
Abschied für unbestimmte Zeit
Da wir am Sonntagabend doch noch unser Gepäck eingecheckt haben, holten uns Mami und Werni erst gegen halb acht ab. Das sollte mit Reservezeit gut reichen: 50min Weg, Tschüsssagen, Sicherheitskontrolle und dann auf den Abflug in Richtung Paris warten. Der Flug sollte um 10.40 Uhr abheben. Sogar heute Morgen haben wir noch die letzten Formalitäten erledigt, damit im Notfall auch jemand unsere Bankgeschäfte tätigen könnte. Mami wird auch unsere Kontrollschilder der Autos noch zur Post bringen, damit wir da noch den einen oder anderen Franken retour erhalten - schliesslich behalten wir unsere Wohnung und sie ist nicht untervermietet. Das ist der grösste Posten, der finanziell doch jeden Monat anfallen wird.
Der Abschied fiel mir dann doch schwerer als ich erwartete, war ich doch noch nie so lange von Zuhause weg. So musste ich die eine oder andere Träne verdrücken. Es geht nun tatsächlich los - so surreal, alles was ich jetzt nicht organisiert habe, werden wir jetzt nicht mehr ändern können oder dann vor Ort schauen müssen. Mami hatte jedoch vorgesorgt und mir ein Schutzengel und ein Reisebegleiter mitgegeben. Das Engeli um den Hals und den Amethyst im Rucksack kann uns also nichts passieren.
Sicherheitskontrolle: check. Gateanzeige: noch nicht ersichtlich. Kaffee und etwas zwischen die Zähne: check. Harry macht die ersten Videos und ich sortiere mich erst mal neu. Zwischen aller Freude fällt jetzt langsam der Druck aus den vergangenen Wochen und es wird leichter - was aber nicht gerade so spurlos an mir vorbeizieht, mir laufen die Tränen und trotzdem lache ich. Nun, die Gfühlsachterbahn lasse ich laufen und gebe mich ihr hin. So geht sie hoffentlich schnell vorüber und ich kann die Wartezeit noch etwas geniessen. Nach einer Weile wurde uns dann auch das Gate angezeigt und wir machten uns gemütlich auf den Weg.
Unser Flug hatte natürlich ein paar Minuten Verspätung, da die Flugzeuge wegen des kalten Wetters noch in die Ent-Eisung müssen. Brr bin ich froh, wenn wir dann in wärmeren Gefielden sind. Aber zuerst kommt mal noch Paris. Hoffentlich sind wir betreffend Kleider gut vorbereitet. Zwiebellook und die warme Jacke sowie Wärmesohlen für die Trekkingschuhe, das muss ausreichen. Zum Glück müssen wir keinen Anschluss erwischen, die einen im Flieger neben uns waren schon vor dem Abflug nervös. In Paris angekommen, haben wir erstmal unser Gepäck in Empfang genommen. Vorbildlich wie wir waren, hatten wir unsere Rucksäcke in Taschen gepackt, damit sich die Bändel nirgens festhängen können. Das hiess aber auch, dass wir unsere Rucksäcke erst auspacken mussten, um sie umzuhängen. Bevor wir das jedoch taten, haben wir einen Airfrance-Schalter gesucht und gefragt, ob es nicht doch noch eine Möglichkeit gibt, das Gepäck für den morgigen Flug schon einzuchecken oder abzugeben, damit wir sie nicht in der Stadt herumtragen müssen. Das Nötigste haben wir nämlich im Handgepäck für die eine Nacht in Paris. Leider geht das tatsächlich nicht, ausser wir würden nun zweieinhalb Stunden am Flughafen ausharren und warten. Das ist uns jedoch zu schade und wir entschliessen uns, das Gepäckhotel aufzusuchen. Normale Schliessfächer kennen sie in Paris am Flughafen nicht. Gesagt getan, der Preis für unsere zwei bescheidenen Rucksäcke für rund 30 Stunden beträgt satte 65 Euros. Das ist es uns dann auch nicht wert und wir entledigten die Rucksäcke ihrer Taschen und suchten als nächsten den Schalter für das Ticket für die Metro und den restlichen ÖV. Auch das kostet mit Hin-und Rückfahrt in die Stadt sowie ein Tagesticket für die Metro rund 80 Euro - die nehmen es von den Lebendigen...
Mit den frisch ergatterten Tickets ging es nun auf dem von Rémy empfohlenen Weg ins Stadtzentrum zu unserem Hotel. Das klappte alles ganz wunderbar, ausser dass es tatsächlich schon saumässig kalt war und einem der eisige Wind um die Ohren bliess. Das kleine Hotel Gustave haben wir schnell gefunden und es ist ganz typisch Paris, winzige Zimmer mit einem Bad aber super nahe am Eifelturm und verschiedenen Restaurants gelegen. Die Angestellte am Emfpang war super freundlich und gab uns auch gleich ein paar Empfehlungen, wo wir unseren Hunger stillen können. Aber zuerst noch bei Tageslicht den grossen Turm bestaunen. Brr ich friere schon, seit wir zum Flieger ausgestiegen sind aber ich schiebe es auf die Aufregung. Als uns dann beiden zu kalt war, suchten wir das Restaurant Labrevoir und haben auch den wärmsten Platz im ganzen Lokal erhalten - direkt neben der Heizung. Harry ist begeistert vom super netten Garçon, der mit ihm Englisch und mit mir Französisch sprach, der uns auch Essensempfehlungen gab. Vor dem Essen haben wir jedoch mit einem Mocktail auf unsere Reise angestossen. Nachdem wir also unseren Hunger gestillt und wieder aufgewärmt waren, spazierten wir zum Hotel zurück. Harry suchte noch das Bistro fürs Frühstück heraus und fing an die Videoschnippsel des ersten Tages zuzsammenzufügen.
Aufbruch: | 08.01.2024 |
Dauer: | 8 Monate |
Heimkehr: | 30.08.2024 |
Frankreich
Singapur
Australien
Live-Reisebericht:
Wir, Jutta und Rainer, sind wieder in Deutschland angekommen. Somit habe ich wieder mehr Zeit Euch zu Stalken
Ich lese gerne Euren Bericht. Er ist unverkrampt und Locker. Einfach schön zu lesen!
Ich wünsche Euch noch viele tolle Erlebnisse.
Rainer
neugierig auf ein paar Bilder wäre ich ja schon...
Viel Spaß auf Eurer Reise
LG Maritta
Wir sind ja auch mit einem Van unterwegs.
Rainer (vom Nachbarblog https://www.umdiewelt.de/t9957)