Mit dem Wohmobil durch Marokko
Merzouga – Rissani – Erfoud - Meski
Nordafrika war vor ca. 350 bis 500 Millionen Jahren vom Devonischen Meer bedeckt (wir übrigens auch). Als sich das Meer zurückzog, versanken seine Bewohner im Schlamm und versteinerten. Südlich von Erfoud werden die meisten Fossilien ausgegraben. Überhaupt ist Marokko die Hauptquelle des weltweiten Fossilienmarktes. Natürlich müssen wir eine Fossilienschleiferei besuchen. Doch zuerst geht’s auf den Souk von Erfoud. Ein nicht wirklich zu beschreibender Saustall. Ein Kilo Datteln handeln wir von 100 auf 50 Dirham runter. Außer ein paar Bananen und Gurken ist uns das Gemüse zu schlecht. Obwohl Manfred ja eher ein Second Hand Vegetarier ist, also Kuh frisst Gras, Manfred frisst Kuh, würde er hier zum Vollvegetarier. Der Geruch…!
Mohamed erwartet uns schon in der Fossilien-Schleiferei. Die Arbeitsumstände sind … staubig, das muss als Beschreibung reichen. Was sie machen sind wunderschöne Fossilen-Tische, Waschbecken, Springbrunnen und natürlich viel Kleinkram, wie Schalen, Schüsseln, Souvenirs. Man kann auf jeden Fall sicher sein, dass die Fossilien echt sind. Und handeln ist Ehrensache.
Weiter geht es durch das Tal des Ziz. Rechts von uns Steinwüste und kahler, staubiger Fels, links von uns ein Tal voller Dattelpalmen, üppig.
Unser Camping an der Source blau de Meski ist ein wenig abenteuerlich zu erreichen, doch die kleine Oase ist herrlich romantisch. Hier begrüßt uns Mohamed (ein anderer) mit Tee und jeder bekommt einen Teppich vors Womo, damit er sauberen Fußes einsteigen kann.
Mohamends Mama koch für uns ein wirklich leckeres Menü. Salat vorher ist Klasse. Das Hauptgericht aus Lammhack und Gemüse mit Eiern so gut, wie wir es vorher in Marokko nie hatten. Anschließend gibt’s Obst und Afrika-Musik. Unglaublich, aber dazwischen singt ein alter Berber ein Lied in berbisch-bayrisch. Hat er von einem Kollegen gelernt, mit dem er in Deutschland gearbeitet hat. Und natürlich müssen auch die Gäste ein typisch deutsches Lied singen. Außer „Wenn das Wasser im Rhein…“ und „Auf der Schwäbchen Eisenbahn..“ konnten wir nicht viel beitragen.
Ein gelungener Abend unter Freunden.
Aufbruch: | 05.01.2016 |
Dauer: | 8 Wochen |
Heimkehr: | 28.02.2016 |