Südostasien - Endlich wieder einmal richtig verreisen...
Laos - Voll gemuetlich...: 4000 Islands
04.01. - 06.01.2009
Die Fahrt im Nachtbus war wirklich gemuetlich, ich teilte mein zu kleines Bett mit "Stephane", einem 21-Jaehrigen franzoesisch sprechendem Kanadier aus Montreal, mit dem ich anschliessend auch die naechsten 3 Tage verbrachte. Er war echt ein netter Typ und hat fuer seine 21-Jahre schon recht viel erlebt. Unter anderem war er in einem Schulprojekt 6 Monate in Suedafrika und einen Monat in Guatelala um dort Freiwilligen-Arbeit zu leisten.
Nachdem wir kurz nach Abfahrt noch ein Essen im Bus bekamen, wurden dann auch schon die Lichter ausgeschaltet und ich versuchte zu schlafen. Irgendwie hatte ich das Gefuehl das ich nicht wirklich schlafen wuerde, aber als um 01.15 das Licht angeschaltet wurde um einen kurzen Stop einzulegen, war ich wirklich erstaunt das schon 4 Stunden vergangen waren. Kurz darauf wurde ich auch schon von Stephane geweckt und er sagte mir das es 06.00 sei und wir in Pakse angekommen seien... ich zog meine Schuhe an und war ca. 1 Min. wach, da stand im Bus vor meinem Bett schon der erste Busticketverkaeufer und fragte mich "You want to go 4000 Islands ?". Da es zu den 4000 Islands nochmals 3-4 weitere Stunden zu fahren waren, stiegen wir umgehend in den naechsten Bus und los gings... da dieser Bus ueberall bei allen moeglichen Restaurants hielt um Ware auszuladen, dauerte die Fahrt ueber 4 Stunden... aber egal !
Un ca. 10.30 kamen wir in Ban Nakasang an, wo die Boote zu den "4000 Islands" abfahren... von dort war es dann nur noch 10 Minuten und wir hatten es geschafft.
Die "4000 Islands" bestehen aus unzaehligen Sandbaenken und kleinen felsigen Inseln inmitten einer Erweiterung des Mekong-Rivers.
Als wir auf der Insel Don Det (wo sich die meisten Backpacker aufhalten) ankamen, mussten wir aber noch ueber einen Kilometer laufen um wirklich in's Zentrum zu kommen, unser Bootsfahrer hatte warscheinlich wieder mal ein Abkommen mit einem der Guesthaeuser ausserhalb und hat uns deshalb auch dort abgesetzt.
Im Zentrum angekomen assen wir zuerst einmal etwas und besorgten uns anschliessend eine Unterkunft, es gab die Moeglichkeit entweder an der Sonnenaufgangs- oder Sonnenuntergangsseite zu Uebernachten. Ich entschied mich fuer ein ganz einfaches Bungalow das wirklich nur ein Doppelbett enthielt auf der Sonnenuntergangseite fuer 20'000 Kip (CHF 2.50), meine bis jetzt guenstigste Unterkunft. Es war wirklich voll gemuetlich hier, alles relativ ruhig, deutlich weniger Touristen und Sicht von meiner Haengematte auf den Mekong-River... ein toller und sehr guenstiger Ort um ein paar Tage zu entspannen.
Den ganzen Nachmittag unternahmen wir nicht gerade viel, haben ein paar Fruchtshakes getrunken und ein wenig die Insel erkundet. Anschliessend genossen wir einen wunderschoenen Sonnenuntergang der irgendwie ewigs dauerte....
Am naechsten Tag liehen wir uns guenstig 2 Fahrraeder um die Wasserfaelle und eventuell auch die Suesswasser-Delphine auf der Nachbarinsel Don Kohn, die mittels einer alten Eisenbahnbruecke verbunden waren, zu erkunden...
Nach ungefaehr 2 Kilometern gelangten wir zur Bruecke und bezahlten natuerlich wieder eine geringe Gebuehr um sie zu ueberqueren....
Die Insel Don Kohn war deutlich groesser als Don Det und es gab hier auch bessere und ein wenig teuere Unterkuenfte. Hier waren aber hauptsaechlich die aelteren Touristen mit mit groesseren Budgets stationiert.
Erster Stop nach ein paar Kilometern waren die eindruecklichen "Tat Somphamit" (Wasserfaelle), da dies hier der Mekong war, waren die Wassermassen auch dementsprechend gross und aufgrund der zu starken Stroemung konnte man leider nicht schwimmen.
Unterdessen waren wir in Suedlaos und man merkte deutlich (auf dem Fahrrad umsomehr) das es nicht einfach nur warm, sondern richtig heiss war... die 4000 Islands liegen ungefaehr auf dem gleichen Breitengrad wie Manila (Philippinen), also "Daeni".... nach Minustemperaturen in der Schweiz kannst du dich in ein paar Tagen auf einen Hitzeschlag gefasst machen
Leider erkennt man auf den folgenden Fotos nicht richtig die Gewalt dieser Wasserfaelle, es nimmt mich echt Wunder wie das hier in der Regenzeit aussieht, muss unglaublich sein...
Bei den Wasserfaellen, traffen wir "Roger" (38 Jahre) aus der Schweiz (Reinach) und zwei Deutsche denen ich seit Viang Veng immer wieder begegne. Sie schlossen sich uns an und wir erkundeten den Rest der Insel zu fuenft.
Naechster Stop war eine Beach... sah auf den ersten Blick auch Wunderbar aus, aber die Stroemung im Wasser war auch hier zu gefaehrlich fuer eine Abkuehlung und der davorliegende kleine See war leider nur abgestandenes dreckiges Wasser.....
Zum Abschluss unserer Don Khon-Besichtigung und schon sichtlich angeschlagen von der Fahrradfahrt auf schlechten Wegen (bei fast unertraeglicher Hitze) besorgten wir uns ein Boot um unser Glueck zu versuchen, die hier lebenden seltenen Irrawaddy Suesswasser Delphine, eventuell zu sehen.
Man setzte uns auf einer Felsbank ab, wo schon 2 andere Touristen mit einem Fuehrer waren. Sie hatten schon ein paar Delphine gesichtet und jetzt wollte ich auch umbedingt diese seltenen Kreaturen erblicken. Ein paar Minuten spaeter tauchte auch kurz der erste ca. 100 M entfernt auf... man sah sie immer wieder aber leider sehr weit entfernt, doch einige Minuten spaeter kamen 2 Stueck bis auf ca. 30 M an uns heran und es reichte sogar um mit meiner bescheidenen Kamera (schlechter Zoom) ein Foto zu machen. Ich war uebergluecklich...
Nach den Delphinen begaben wir uns auf den Rueckweg um rechtzeitig fuer den Sonnenuntergang zurueck auf Don Det zu sein...
Kurz vor dem Zentrum kamen wir an einer Laotischen Hochzeit vorbei... die wiederum freundlichen Leute liessen uns nicht passieren, bis wir alle einen Schluck des Lao-Lao Wiskeys genommen hatten. (genau das richtige wenn man sich nach Anstrengung und Hitze nach einem kalten Getraenk sehnt)
Nach einer kalten Dusche, genossen Stephane, Roger und ich zusammen bei einem Bier den Sonnenuntergang und gingen anschliessend gut Essen. An diesem Abend versuchte ich hier auch meinen ersten Fisch und abgesehen davon das ich ein wenig Probleme mit dem Essen hatte, (es war ein ganzer Fisch) schmeckte er wirklich gut. Ein Grund mehr um sich auf das Meer zu freuen...
Da ich zeitlich immer noch knapp dran war und wir an diesem Tag fast alles auf den 4000 Islands gesehen hatten, besorgten wir uns fuer den folgenden Tag ein Busticket (25 USD) ueber die Grenze von Kambodscha nach Phnom Phen (Hauptstadt). Unser Boot verliess um 08.00 die Insel Don Det und wir sollten theoretisch am selben Abend um 19.30 in der Hauptstadt ankommen.... aber es kam wieder mal ganz anders !
Aufbruch: | 30.11.2008 |
Dauer: | 7 Monate |
Heimkehr: | 09.07.2009 |
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